Moosacher Werfertage

Die etwas andere Leichtathletik-Veranstaltung

 

Seit 1973 treffen sich auf dem naturnahen Wurfplatz am Alten Moosacher Bahnhof Hammerwerfer, Kugelstoßer und Diskuswerfer aus dem süddeutschen Raum, um sich in einer familiären Atmosphäre im Wettkampf zu messen.

 

Von Anfängern, Bayerischen Meistern und Deutschen Meistern bis hin zu Senioren-Weltmeistern ist die Teilnehmerpalette breit gestreut. Da kann es dann auch schon einmal vorkommen, dass die Kampfrichter zwischen den einzelnen Würfen einen 40-Meter-Sprint absolvieren, um die divergierenden Wurfweiten messen zu können.

 

Was man hier nicht findet, ist ein überflüssiger Stellplatz, der bereits 90 Minuten vor Wettkampfbeginn eine Anwesenheitskontrolle einfordert, ein Call-Room in dem es nach dem Aufwärmen ewig und möglicherweise frierend heißt, auf den Beginn seines Wettkampfes zu warten. Auch gibt es keine kleinkarierten Funktionäre, die engstirnig auf der Einhaltung formalistischer Regeln beharren, wie z.B. dem Tragen von Brust- und Rückenstartnummern auf einer offiziellen Vereinskleidung.

 

Genau so wenig ist es erforderlich, sich wochenlang vorher zu den Wettkämpfen anzumelden. Wer am Wettkampftag anwesend ist, macht mit, und sollte jemand zu seinem Wettbewerb zu spät kommen, dann findet sich immer noch eine athletengerechte Lösung. Natürlich gibt es somit auch nicht die übliche Abzocke mit den bei Nachmeldungen erhöhten Startgeldern.

 

Zugegeben, es kann schon einmal vorkommen, dass sich der Zeitplan infolge unerwartet großer Teilnehmerfelder nicht einhalten lässt. Aber mit diesem Problem wird man regelmäßig auch bei Meisterschaftswettkämpfen konfrontiert, deren Ausrichter es nicht schaffen, mit aktualisierten Zeitplänen adäquat auf die lange Zeit vorher bekannten Meldezahlen zu reagieren. Sollte es in Moosach dann wirklich sehr spät und damit dunkel werden, lässt sich im Licht der Autoscheinwerfer immer noch Kugelstoßen.

 

Im Gegensatz zu manchen Meisterschaften entsprechen die Anlagen aber den Wettkampfbestimmungen, die Überprüfung der mitgebrachten Wurfgeräte wird sachkundiger gehandhabt, als dies dort gelegentlich der Fall ist, und selbst die Mitglieder des Kampfgerichts sind im Regelwerk bisweilen um einiges bewanderter.

 

Beschränkungen sind allerdings durch den an zwei Seiten angrenzenden Bach, die Moosach, gegeben. Links vom Wurfsektor gelegen, hat sie schon manchen Diskus oder Hammer unauffindbar verschluckt, und geradeaus bildet sie zwischen 66 und 70 Metern ein natürliches Hindernis. Wer sich davon nicht abschrecken lässt, ist herzlich willkommen. Auf dem Platz kann jederzeit trainiert werden, und die Wettkampftermine finden sich hier.

 

Eine unter sportlichen Gesichtspunkten nicht nachvollziehbare Neuerung der Regel 142 IWR schreibt ab 2012 folgendes vor: "Athleten, die grundsätzlich ein gültiges Teilnahmerecht haben, aber deren Teilnahme z.B. durch Beschränkung auf Teilnehmer einer bestimmten Verbandsorganisation ausgeschlossen ist, können vom Wettkampfleiter 'außer Wertung' aufgenommen werden. In diesem Fall sind sie nur an der ersten Runde eines Laufwettbewerbes bzw. den ersten drei Versuchen eines technischen Wettbewerbes teilnahmeberechtigt."

Bei den Moosacher Werfertagen findet diese Einschränkung keine Anwendung.

 

Bestenlisten

Bestenliste 2012 des Deutschen Rasenkraftsportverbands 

 

Bestenliste 2012 des Bayerischen Rasenkraftsportverbands 

 

Bestenliste 2013 des Bayerischen Rasenkraftsportverbands 

 

Bestenliste 2014 des Bayerischen Rasenkraftsportverbands (wird laufend aktualisiert) 

 

Bestenliste der Bayerischen Senioren-Hammerwerfer (1949 – 2012) Version 12 vom 11.02.2013

 

Bestenliste der Bayerischen Senioren-Diskuswerfer (1952 – 2012) Version 8 vom 22.03.2013